Biometrische Reisepässe sind Mangelware

Biometrische Reisepässe sind Mangelware

Visafreiheit für Ukraine - Biometrische Pässe sind offiziell Mangelware.

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Ukraine Nachrichten Visafreiheit Biometrischer Reisepass
Visafreiheit verlangt biometrischen Pass

Die Europäische Union hat den Bürgern der Ukraine die Aufhebung der Visumpflicht zugesagt. Die neuen Bestimmungen sollen im Sommer in Kraft treten. Voraussetzung ist allerdings ein biometrischer Reisepass – und der ist zurzeit Mangelware. Das gilt aber nicht für alle Bürger.

Das Europäische Parlament hat am 6. April 2017 die Visafreiheit für Bürger der Ukraine beschlossen. Als Ergebnis einer monatelangen Zitterpartie hatten die Ukrainer endlich mal einen Grund zur Freude. Die Annahme durch Parlament und Ministerrat gelten als Formalität, sodass es im Sommer dann losgehen kann.

Die Menschen des osteuropäischen Landes werden Europa ohne lästiges Visum bereisen können – brauchen dafür allerdings zwei Dinge, die durchaus Mangelware sind: Geld und einen biometrischen Reisepass.

Biometrische Pässe zurzeit nicht erhältlich

Dass 60 Prozent der Ukrainer unter der Armutsgrenze leben, hat unlängst eine Studie der Vereinten Nationen ergeben. Ukraine-Nachrichten berichtete in einem Artikel. Dass diese Bürger das Geld für eine Europareise haben, darf bezweifelt werden.

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Warten oder zahlen – Pässe gibt es derzeit nicht – Foto: GOV.UA

Die anderen 40 Prozent sitzen teilweise bereits auf gepackten Koffern, stehen jedoch vor einer unerwarteten Herausforderung: Aufgrund des großes Interesses, gibt es seit Tagen keine biometrischen Reisepässe mehr. Sogar entsprechende Anträge werden von den Behörden abgelehnt. Das sorgt für Unmut.

Neue Geschäftsidee findiger Ukrainer

Das ukrainische Fernsehen kennt daher nur ein Thema – die nicht vorhandenen Pässe. Offiziell soll es vier Wochen dauern, bis ein Antragsteller seinen neuen Pass in den Händen halten kann. Die erforderlichen Anträge werden derzeit nur halt abgelehnt. Dass es auch anders geht – und es geht in der Ukraine zumeist „anders“ – beweisen erste persönliche Erfahrungen des Herausgebers.

Praktisch über Nacht sind in unmittelbarer Nähe der Standesämter kleine Firmen entstanden, die für umgerechnet 30 Euro binnen zweier Wochen einen gültigen biometrischen Pass besorgen. Sie sind halt geschäftstüchtig, die Ukrainer.

4 KOMMENTARE

  1. Unter dem Motto Geld und einen biometrischen Reisepass.
    Meine Frage :Wieviel Geld brauche ich beim Grenzübertritt von meinem Enkel für den 3 Monatigen Besuch in Deutschland?

  2. Antwort an Toni Ketzer: Ein Bewegungsprofil wird erst dann aktiviert wenn der chip des biometrischen Passes bei einer Kontrolle von einem Lesegerät gelesen wird. Der wesentliche Vorteil ist dass nur der Passinhaber selbst damit reisen kann, da ja nicht nur das Passbild sondern auch die Fingerabdrücke des rechtmässigen Besitzers des Passes am Chip gespeichert sind. Also ein optimaler Diebstahlsschutz.Wenn ich Flugticets etc. kaufe wird mein Bewegungsprofil ohnehin schon längst erstellt, da es ohne Ausweis keine Tickets gibt.

  3. Der Reisepass auf dem Fotop ist kein biometrischer., denn da müsste etwa 15 mm oberhalb des unteren Randes der rechteckige Chip zu sehen sein.

  4. „Freiheit“ bedeutet auch folgerichtig „Nein“ sagen zu dürfen. Ein auferlegter Zwang des „Biometrischen Reisepass“ eröffnet nicht nur den „Generalverdacht“ gegenüber jeden Mitbürger, ermöglicht auch erstellen des zugehörigen Bewegungsprofil auf Lebenszeit. Freiheit in Europa bedeutet ebenso, das kein europäischer Mitbürger aufgrund seiner nationalen Herkunft samt Staatsbürgerschaft zugeordnet und entsprechend behandelt werden darf. Die Ukraine ist nun mal ein europäisches Land und deshalb sollte es seine bürgerlichen Rechte nicht einfach an „Dritte“ abtreten und diese irgendein Schicksal überlassen. Das Kommissariat „Brussel-EG (Europäische Union)“ hat nicht das verbriefte Recht anderen europäische Staaten ihr bürgerliches Recht zu nehmen, um es generell durch behördliches Vorrecht zu ersetzen.

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