Bitcoins sorgen für Machtkämpfe

Bitcoins sorgen für Machtkämpfe

Ukraine kämpft energisch gegen Bitcoin Miner und Korruption.

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Ukraine Nachrichten Bitcoin Mining Odessa
Bitcoin als Mittel der Korruption

Der Bitcoin-Kurs scheint zurzeit außer Rand und Band. Was Spekulanten freut, sorgt in der Ukraine nahezu täglich für Schlagzeilen. Es scheint sich ein Kampf von Nationalbank und Sicherheitsdienst SBU auf der einen und korrupten Politikern auf der anderen Seite anzubahnen.

Auf der Strecke bleiben werden wohl Bitcoin-Miner und Anbieter anderer Wetten auf die Produktion oder den Kursverlauf von Kryptowährungen. Das hat gute Gründe, kämpft die Ukraine doch nicht nur gegen einen übermächtigen Feind im Osten, sondern auch gegen Korruption, Misswirtschaft und um den Erhalt der Landeswährung Hrywnja.

Bitcoin Korrekturphase droht

Die Rekordjagd von Kryptowährungen, allen voran Bitcoin, scheint kein Ende nehmen zu wollen. Erst diese Woche erreichte die wohl bekannteste Kryptowährung mit einem Gegenwert von über 4.400 US-Dollar einen neuen Höchstkurs.

Laut Finanzen.net melden sich nun jedoch zahlreiche Analysten zu Wort. Goldman Sachs zum Beispiel warnt vor einer erheblichen Korrekturphase. Bei einem solchen Szenario könne ein rigoroser Rückschlag auf rund 2.221 US-Dollar erfolgen. Das aktuelle Kursniveau zeige bereits jetzt Anzeichen einer kurzfristigen Konsolidierung.

Gesetzgebung in der Ukraine

Die Gesetzgebung der Ukraine basiert überwiegend auf der Sowjetunion und wurde in den letzten 25 Jahren kaum den aktuellen Gegebenheiten angepasst. Kryptowährungen sind daher in dem osteuropäischen Land weder verboten noch erlaubt – sie haben überhaupt keinen legalen Status.

Das will die Nationalbank Ende August ändern, was die Währungen als solche aber auch Produzenten von Bitcoin und Co. betreffen soll. Aufgrund der Brisanz der Lage sollen laut Angaben ukrainischer Medien Nationabank, Regierung und Sicherheitsdienst gemeinsam entsprechende rechtliche Grundlagen schaffen.

Razzien bei Bitcoin-Minern

Die Nationalbank erklärte dazu bereits vor Tagen, dass ihr die Regulierungen, wie sie im Ausland gelten, nicht ausreichen. Parallel zu den Ankündigungen finden landesweit Razzien bei Bitcoin Minern statt. Wie Ukraine-Nachrichten.com unlängst in einem Artikel berichtete, wurden Miner festgenommen und Ausrüstung beschlagnahmt.

Dabei scheint es sich nur um die Spitze des Eisberges gehandelt zu haben. Offenbar geht der Sicherheitsdienst SBU derzeit im ganzen Land gegen Bitcoin Spekulanten und Produzenten vor. In Kiew und Odessa sollen eine ganze Reihe von Ermittlungen laufen.

Kampf gegen ukrainische Korruption

Vor Tagen sorgten zudem drei Parlamentarier für reichlich Aufregung, die Millionen in Bitcoins investiert haben sollen. Die Politiker, Abgeordnete des Parlaments des Landes und Mitglieder der Partei von Präsident Petro Poroschenko, sollen laut der Spezialisten von CoinDesk umgerechnet 45 Millionen US-Dollar in Bitcoins besitzen.

Erstaunlich, verdienen doch Parlamentsmitglieder offiziell rund 710 US-Dollar pro Monat. Anti-Korruptionsbehörde und Sicherheitsdienst haben sich eingeschaltet und Ermittlungen aufgenommen. Die Nationalbank wird sich bestätigt fühlen, Kryptowährungen zu regulieren und illegalen Bitcoin-Minern das Handwerk zu legen.

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