Das Goldene Tor der Hauptstadt Kiew

Das Goldene Tor der Hauptstadt Kiew

Kiew Top-10 Sehenswürdigkeiten - Das Goldene Tor der ukrainischen Hauptstadt Kiew.

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Ukraine Nachrichten Kiew Goldenes Tor
Die Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt Kiew

Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist stets einen Besuch wert. Die Metropole bietet zahlreiche Attraktionen, eine lebendige Atmosphäre und ist somit ein Ort, an dem sich Besucher umgehend wohlfühlen. Ukraine-Nachrichten.com stellt daher in einer mehrteiligen Serie die Sehenswürdigkeiten der Stadt vor.

Anfangen tun wir mit dem Goldenen Tor, über das unser Autor Pavlo Miadzel jede Menge zu berichten weiß. Das ist wenig erstaunlich, arbeitet Miadzel doch als Stadtführer, Historiker und Journalist. Die Anreise nach Kiew ist übrigens ein Kinderspiel: Per Lufthansa und rund 200 Euro ist man binnen 90 Minuten in der Hauptstadt der Ukraine.

Das Goldene Tor der Hauptstadt

Das Goldene Tor war das größte Stadttor des alten Kiew, der prächtige Eingang zur Stadt von Jaroslaw dem Weisen. Heute gilt das Bauwerk als Wahrzeichen und zählt zu den Top-10 Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt des Landes.

Der Paradeeingang inklusive Torkirche war ein weithin sichtbares Symbol der Christianisierung und der Macht des Kiewer Rus. Das im Jahr 1037 vollendete Goldene Tor erinnert uns an diejenige Epoche in der Geschichte der Stadt, als Kiew mächtig war und Einfluss auf die weltpolitische Lage hatte.

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Das goldene Tor von Kiew

Mit dem Goldenen Tor sind Geschichten, Persönlichkeiten und eine Vielzahl von Legenden verbunden. Der Name des Bauwerks galt beispielsweise als Herausforderung an Konstantinopel (Istanbul) und Jerusalem. Der Kiewer Großfürst Jaroslaw der Weise, der Erbauer des Goldenen Tors, hat mit dem Tor und der Sophienkathedrale seiner Vorstellung von Kiew als „drittes Rom“ Ausdruck verliehen.

Der Legende nach schlug der erste polnische König Bolesław der Tapfere das Goldene Tor mit seinem Schwert Szczerbiec („schartiges Schwert“). Als Symbol der Kontinuität des Königreiches wurde dieses Schwert dann bei allen weiteren Krönungszeremonien in Rzeczpospolita verwendet.

Ein Statussymbol des Kiewer Rus

Alle Feinde – sogar die Mongolen – kapitulierten vor dem Goldenen Tor. Batu Khan hat es aber dann doch nach der Einnahme der Stadt beschädigt.

Als Symbol des neuen Aufschwungs der ukrainischen Nation reiste der Kosakenhetman Bohdan Chmelnyzkyj in Kiew durch das Goldene Tor nach dem Sieg über die polnische Armee ein. Mystiker behaupten gar, dass das Machtzentrum des Russischen Kaiserreiches nach Moskau nur versetzt worden konnte, nachdem das Goldene Tor im 18. Jahrhundert mit Erde bedeckt wurde.

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Erinnerung an Jaroslaw dem Weisen

1982 wurden der Pavillon und das Museum „Das Goldene Tor“ zum 1500ten Jubiläum von Kiew aufgebaut. Der Pavillon lässt den Besucher die vermutliche Gestalt des Haupttors und prächtigen Eingangs vom Alten Kiew erkennen und dient als Schutz der Originalfundamente und Überreste des Goldenen Tors.

Dieser Teil der alten Stadt wird als Jaroslaws Stadt bezeichnet, da er zu seiner Zeit im 11. Jahrhundert erbaut wurde. An die Stadt von Jaroslaw erinnert die Sophienkathedrale und die im Inneren des Pavillons erhalten gebliebenen Reste des Goldenen Tors.

Bauwerk von Jaroslaw dem Weisen

Das Museum „Das Goldene Tor“ informiert über die Geschichte des Tors und die des Alten Kiews. Während der Führungen kann das Torgitter hochgezogen werden.

Auf dem zweigeschossigen steinernen Wehrturm, der in byzantinischer Mauertechnik errichtet wurde, kann man die rekonstruierte Mariä-Verkündigungskirche mit einer goldenen Kuppel sowie die Stadtpanorama besichtigen. Die Krönung der Militär- und Befestigungsanlagen mit kleinen Kirchen ist ein typisches Merkmal der altrussischen Architektur.

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Die gleichnamige Metro-Station

Die Geschichte des Tors entwickelt sich inzwischen weiter. Obwohl die Torkirche vom Moskauer Patriarchat eingeweiht wurde, wurde die vor kurzem über dem Eingang des Goldenen Tors angebrachte Mosaik-Ikone vom dessen Rivalen, dem Kiewer Patriachat, eingeweiht.

In der Nähe des Goldenen Tors sind auch das Denkmal zum Ehren von Jaroslaw den Weisen, die schöne Parkanlage, die Katzenskulpturen sowie die im altrussischen Stil geschmückte U-Bahn-Station „Zoloti vorota“ (Goldenes Tor) einen Besuch wert.

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