Der IWF verschärft die Tonlage

Der IWF verschärft die Tonlage

Der Internationale Währungsfonds verschärft die Tonlage gegenüber der Ukraine.

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Der Internationale Währungsfonds wird deutlich

Der Internationale Währungsfonds verschärft die Tonlage: Die Ukraine muss wie gefordert Rentenreform und Bodenreform durchführen, sonst gibt es vom IWF kein Geld mehr. Damit würden die mühsam erzielten Fortschritte des Landes de facto wertlos werden.

Geld nur für Reformen: Der Internationale Währungsfonds verschärft seine Tonlage gegenüber die Regierung der Ukraine in Kiew merklich. Nachdem eine IWF-Delegation unter Leitung von Ron van Rooden über Wochen in der ukrainischen Hauptstadt gearbeitet und Wirtschaftsdaten zusammengetragen hat, wurde in der vergangenen Woche eine neue Ukraine-Analyse veröffentlicht.

Kurz und knapp könnte diese derart zusammengefasst werden, dass sich das Land zwar grundsätzlich auf dem richtigen Weg befindet, die Regierung aber zu wenig Reformen durchführt.

IWF verschärft Tonlage gegenüber Ukraine

Damit aber nicht genug: Laut dem Online-Magazin TheDailyStar setzt der Währungsfonds nun die Daumenschrauben an. Entweder das osteuropäische Land setzt die geforderten Reizthemen Bodenreform und Rentenreform um, oder es gibt keine Kredite mehr. Es ist davon auszugehen, dass die Weltbank dieser Marschrichtung folgen wird.

So verhärtet sich die Front zwischen der ukrainischen Regierung und den beiden mit Abstand größten Kreditgebers des am finanziellen Abgrund wandelnden Landes. 8,3 Milliarden US-Dollar hat die Ukraine bisher vom IWF erhalten, und hofft auf weitere Finanzmittel im Verlauf der kommenden Monate.

Keine Mehrheit im Parlament der Ukraine

Ganz so einfach ist die Sache aber nicht: Die Anhebung des Rentenalters sowie der Landverkauf auch an Investoren aus dem Ausland sind sensible Themen in dem Land und es ist derzeit ungewiss, ob die Regierung von Volodymyr Groysman für die Gesetzesänderungen eine entsprechende Mehrheit im Parlament erzielen.

Der Ministerpräsident hat dazu bereits vor zwei Wochen erklärt, dass er von seinem Amt zurücktreten wird, sollten die Gesetze scheitern. Das klingt ein wenig nach Verzweiflung. Verständlich, denn mit der früheren Premierministerin Yulia Tymoshenko wartet jemand geduldig darauf, dass Groysman fällt.

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