Tierschutz in Odessa, Ukraine

Tierschutz in Odessa, Ukraine

Tierschutz in der Ukraine mit bemerkenswerten Fortschritten.

110
0
Ukraine Nachrichten Tierschutz Odessa
Tierschutz in Odessa, Ukraine

Der Deutsche Tierschutzbund konnte sich in Odessa Gehör verschaffen. Unter Leitung des ersten Vizebürgermeisters Anatolij Orkowskij trafen sich Offizielle der Stadt mit Vertretern des deutschen Tierschutzbundes. Die Ergebnisse können sich sehen lassen.

Laut der Ukrainischen Botschaft in Deutschland haben eine Vielzahl von hochrangigen Entscheidern an den Gesprächen teilgenommen:

Alexander Iwanizkij (Abgeordneter des Stadtrats Odessa), Tatjana Kasko (Direktor des Departements für Ökologie und Entwicklung der Erholungszonen), Thomas Schröder (Präsident des Deutschen Tierschutzbundes), Brigitte Rouche (Mitglied des Präsidiums des Deutschen Tierschutzbundes und Direktor der Akademie des Tierschutzes), Gerd Fischer (Leiter des Projektes Odessa, Mitglied des Deutschen Tierschutzbundes), Dorothea Fritz (Wissenschaftliche Leiterin des Projektes Odessa) und Andrea Furler (Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Akademie des Tierschutzes und Mitglied des Deutschen Tierschutzbundes).

Tierschutz in der Hafenstadt Odessa

Im Mittelpunkt der Gespräche stand das Thema, das immer wieder durch die deutschen Medien geistert: „Tötung von Straßenhunden in der Ukraine“. Ukraine-Nachrichten.com hat sich zu dem Thema bereits in einem ausführlichen Artikel geäußert, der zu vielfältigen Reaktionen führte. Die Rechtslage in der Ukraine ist allerdings klar: Bereits im Jahr 2006 wurde das Gesetz „Über den Schutz der Tiere vor grausamer Behandlung“ verabschiedet, dass durch den Stadtrat Odessa mit dem „Programm des Tierweltschutzes und der Regulierung der Population der Straßentiere in den Jahren 2007 bis 2015“ angenommen wurde.

Fangen – Sterilisieren – Freilassen

Laut Angaben der Botschaft lebten in der Hafenstadt im Jahr 2007 etwa 50.000 bis 70.000 Straßenhunde. Nach Schätzungen aus 2015 ist die Population im Laufe der Jahre auf rund 10.000 gesunken. Im Umland der Metropole sollen zusätzlich etwa 10.000 Streuner leben, womit die Gesamtpopulation aktuell 20.000 Straßenhunde betragen dürfte. Der Tierschutzbund konnte zudem bestätigen, dass die verwendete Methode „Fangen – Sterilisieren – Freilassen“ erfolgreich abgewandt wurde. Ein Großteil der Tiere sei auch gegen Tollwut geimpft worden. Insgesamt sollen in den letzten Jahren mehr als 27.000 Straßenhunde entsprechend behandelt worden sein.

Intensivierung der Zusammenarbeit

Die Tierschützer aus Deutschland konnten in Odessa einen weiteren Erfolg für sich verbuchen: Der Stadtrat hat beschlossen, den eingeschlagenen Weg auch künftig fortzusetzen und will die Zusammenarbeit zum Wohl der Tiere sogar intensivieren. Dazu sollen aus dem kommunalem Haushalt Finanzmittel zum Kauf von Tierfutter und Impfstoffen bereitgestellt werden. Das Einfangen, Sterilisieren und Impfen der Tiere soll zudem auch auf das Einzugsgebiet der Metropole ausgeweitet werden. Ein Pilotprojekt zur Sterilisation von Katzen soll zeitnah gestartet werden. Damit nimmt die Ukraine und speziell die Stadt Odessa eine Vorreiterrolle ein, die in vielen osteuropäischen Ländern Nachahmer finden könnte.

Quelle: Botschaft der Ukraine in Berlin, Deutschland.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Fragen oder ergänzende Meinungen zu dem Thema? Dann freuen wir uns auf konstruktive Kommentare. Informationen zu der Kommentarfunktion auf Ukraine Nachrichten können in der Netiquette nachgelesen werden.

Das Thema „Ukraine“ polarisiert - wir bitte daher die Hinweise und Regeln zu beachten.