Die Geschichte der Tupolew Tu-160

Die Geschichte der Tupolew Tu-160

Die Geschichte der Tupolew Tu-160 - wie die Ukraine ihre Bomberflotte aufgab.

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Die Geschichte der Tupolew Tu-160

Die Ukraine verfügte einst über eine der schlagkräftigsten Bomberflotten der Welt. Heute gibt es in dem Land nur noch eine Maschine – als Museumsstück. Wie es dazu kam, dass sich die Ukraine praktisch selbst wehrlos machte, erzählt diese kleine Geschichte. Die Tupolew Tu-160 ist ein schwerer strategischer Bomber aus sowjetischer Produktion. Die auch als „Weißer Schwan“ bezeichnete Maschine gilt als das größte Kampfflugzeug der Welt.

Die Geschichte der Tupolew Tu-160

Beim Zusammenbruch der Sowjetunion befanden sich 19 Tu-160 auf der Bomberbasis Pryluky in der seit August 1991 unabhängigen Ukraine. 15 strategische Bomber vom Typ Tu-95MS sowie 575 Marschflugkörper Ch-55 befanden sich ebenfalls auf dem Territorium der Ukraine. Die 34 Flugzeuge sowie ihre Bewaffnung entwickelten sich in den Folgejahren zu einem Zankapfel zwischen beiden Ländern.

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Tu-160 hat schwenkbare Tragflächen

Die Ukraine hatte weder Erfahrung noch Wissen die damals hochmodernen und recht anfälligen Maschinen zu warten. Die Regierung konnte oder wollte dazu auch kein Geld ausgeben, da der Erhalt einer strategischen Bomberflotte ohnehin nicht geplant war. Derart vernachlässigt und von Ersatzteillieferungen abgeschnitten, fristeten die einst gefährlichsten Bomber der Welt ein denkbar elendiges Dasein.

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Verschrottung in der Ukraine

Das änderte sich 1998 als die Ukraine begann, die Bomber der Verschrottung zuzuführen. Russland reagierte erst, nachdem bereits zehn Maschinen verloren waren. Im Land waren nach dem Kollaps der UDSSR nur sechs Tu-160 verblieben, da kamen die Flugzeuge aus der Ukraine gerade recht. Moskau erreichte im Winter 1999/2000 einen Vergleich mit der Ukraine.

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Betankung direkt in der Luft

Die verbliebenen acht Tu-160, drei Tu-95MS und die dazugehörigen 575 Marschflugkörper wurden gegen Altschulden der Ukraine aus Gasrechnungen verrechnet. Die Tu-160 wurden später in die russische Bomberflotte eingegliedert und verrichteten zum Beispiel in Syrien 2016 ihren Dienst. Ende Mai 2015 kündigte Moskau an, 50 neue Tu-160 beschaffen zu wollen.

In der Ukraine gibt es nur noch eine Tu-160. Diese kann im Museum Poltava bewundert werden.

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