Russischer Ex-Abgeordneter erschossen

Russischer Ex-Abgeordneter erschossen

Denis Woronenkow wurde im Stadtzentrum der ukrainischen Hauptstadt ermordet.

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Ukraine Nachrichten Denis Woronenkow
Denis Woronenkow in Kiew ermordet

Der ehemalige russische Abgeordnete Denis Woronenkow starb durch einen Anschlag in Kiew. Er wurde im Stadtzentrum der ukrainischen Hauptstadt erschossen. Der Ex-Parlamentsabgeordnete war vor wenigen Monaten aus Russland in die Ukraine gezogen und hatte die ukrainische Staatsbürgerschaft angenommen.

Im Stadtzentrum von Kiew ist der ehemalige russische Parlamentsabgeordnete Denis Woronenkow auf offener Straße erschossen worden. Der ehemalige Abgeordnete war erst vor einigen Monaten aus Russland in die Ukraine gezogen und hatte dort die ukrainische Staatsbürgerschaft angenommen.

Laut Medienberichten ereignete sich die Tat in der Nähe des Palast-Hotels. Die Polizei teilte mit, dass der mutmaßliche Täter festgenommen worden sei. Er sei mit Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden.

Denis Woronenkow in Kiew erschossen

Kiews Polizeichef Andrej Krischenko teilte zudem mit, dass auch ein Leibwächter des früheren kommunistischen Parlamentsabgeordnete bei dem Attentat verletzt worden sei. Der Generalstaatsanwalt Juri Luzenko machte in einer ersten Stellungnahme Russland für den Anschlag verantwortlich, berichtet die Zeit.

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Foto: twitter.com/radiosvoboda

„Das war die übliche demonstrative Bestrafung des Kreml für einen Zeugen“, schrieb er auf Facebook. Auch der Präsident der Ukraine, Petro Poroschenko, bezeichnete die Tat als einen „Terrorakt Russlands“ und beschuldigte russische Geheimdienste in den Anschlag verwickelt zu sein.

Angebliche Morddrohungen aus Russland

Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, vertrat in einer Erklärung hingegen die Auffassung, dass die Tat zeige, dass die Ukraine nicht im Stande gewesen sei, für die Sicherheit von Woronenkow zu sorgen.

Der ehemalige Abgeordnete hatte in der Vergangenheit in Interviews mit ukrainischen Medien die russische Regierung massiv kritisiert und die Annexion der Halbinsel Krim als Fehler bezeichnet. Auch berichtete er von Morddrohungen aus Russland, die es gegen ihn geben würde. Der 45-jährige Woronenkow und seine Frau Maria Maksakowa, eine bekannte Opernsängerin und ebenfalls Ex-Abgeordnete, hatten sich im Dezember nach Kiew abgesetzt.

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