Erfolg für Tierschützer in der Ukraine

Erfolg für Tierschützer in der Ukraine

In der Ukraine sollen Zirkustiere verboten werden. Erfolg von Tierschützern.

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Ukraine Nachrichten Tierschutz
Verbot von Zirkustieren in der Ukraine

Das Parlament der Ukraine will Tiere im Zirkus verbieten. Tierschützer von UAnimals, zahlreiche Prominente und auch das ukrainische Umweltministerium setzen sich für das Verbot ein. Es kommt nicht häufig vor, dass aus der Ukraine positive Meldungen in Sachen Tierschutz zu berichten sind.

In der ehemaligen Sowjetrepublik ist der Handel zwar offiziell verboten, was den schwunghaften Handel aber nicht unterbindet. Und in der Hafenstadt Odessa zum Beispiel findet es ein Hotel gut, Delfine zwecks Therapie von Kranken (und Gästen) in Gefangenschaft zu halten.

Verbot von Zirkustieren in der Ukraine

Der Weg hin zu europäischen Standards und Werten ist halt doch beschwerlich. Umso erfreulicher ist die Meldung der TAZ, dass Zirkustiere in der Ukraine künftig verboten sein sollen. Demnach liegen dem Parlament derzeit zwei Gesetzesentwürfe zur Abstimmung vor.

Einer von diesen will die Nutzung von Tieren und Wanderzirkussen untersagen, der andere Tiere komplett aus Manegen in der Ukraine verbannen. Der im Jahr 1890 gegründete Kiewer Nationalzirkus zum Beispiel gehört mit seinen Bären, Affen, Tigern, Leoparden und Elefanten zu den beliebtesten Zirkussen – und das bereits seit der Sowjetunion.

Delfine als Gefangene in Odessa

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Der Nationalzirkus der Ukraine

Eine kleine Tierschutzbewegung scheint diese Institution nun in die Knie zu zwingen – mit Unterstützung von Stars aus dem Showgeschäft der Ukraine und dem Umweltministerium. Ein Video der Tierschützer von UAnimals brachte den Stein ins Rollen.

Dieses zeigt, wie es hinter den strahlenden Kulissen aussieht. „Viele der Tiere leben in nach der Aufführung in so engen Käfigen, dass sie sich nicht einmal um die eigene Achse drehen können“, erklärt Sascha Todortschuk, Sprecher der Tierschutzorganisation. Ein Verbot von Zirkustieren wäre jedoch nur ein Etappensieg, da es unklar ist, was mit den Tieren danach passiert.

Verbleib der Tiere noch ungeklärt

Zoos würden sie aufgrund von Verhaltensauffälligkeiten nur ungern annehmen. „Es ist auch nicht auszuschließen, dass vor allem Großwild in die Hände von Jägern gelangt und dann als Übungsmaterial für Jagdhunde verwendet wird“, meint Sascha Todortschuk. Aktuell gibt es zehn Zirkusse und rund zwanzig Wanderzirkusse in der Ukraine.

Während die Betriebe vom Staat subventioniert werden, befinden sich die Tiere im Privatbesitz der Dompteure. Daher wisse auch niemand genau, wie viele Tiere in ukrainischen Zirkussen eingesetzt werden, erklärt, Natalie Wischnewskaja vom Nationalen Ökologischen Zentrum der Ukraine. Wann das Parlament über die Gesetzesentwürfe abstimmen wird, ist nicht bekannt.

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