Exxon will Sonderregel bei Sanktionen

Exxon will Sonderregel bei Sanktionen

ExxonMobil fragt in Washington nach Ausnahmen bei Russland-Sanktionen.

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ExxonMobil fragt nach Ausnahme bei Sanktionen

Der Ölriese ExxonMobil hat bei der US-Regierung nach Ausnahmen bei den Russland-Sanktionen gebeten. Grund dafür ist eine Partnerschaft mit dem russischen Ölkonzern Rosneft. Konkret geht es wohl um gemeinsame Projekte im Schwarzen Meer.

ExxonMobil hat laut Medienberichten bei der US-Regierung eine Ausnahme von den Sanktionen gegen Russland gebeten. Grund für das Anliegen ist eine Zusammenarbeit mit dem Staatskonzern Rosneft. Das berichtet die Tagesschau unter Berufung auf das Wall Street Journal. Die Unternehmen wollen demnach gemeinsam Ölprojekte im Schwarzen Meer angehen.

Die Partnerschaft von Exxon und Rosneft reicht bis ins Jahr 2012 zurück. Im Gespräch sind Investitionen in Höhe von 500 Milliarden US-Dollar, zur gemeinsamen Ausbeutung von Energievorkommen in der Arktis und im Schwarzen Meer.

ExxonMobil will Russland-Sanktionen umgehen

Im Jahr 2014 erließen USA und EU dann unter anderem wegen der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim Sanktionen gegen Russland. Ein Sprecher des US-Konzerns erklärte gegenüber Medien, dass man sich grundsätzlich nicht zu Verhandlungen mit Behörden äußern würde.

Allerdings habe das US-Finanzministerium in der Vergangenheit bereits erlaubt, die Zusammenarbeit mit Rosneft trotz Strafmaßnahmen fortzusetzen. Die aktuelle Anfrage bei der US-Regierung dürfte für Aufsehen sorgen, da der frühere Exxon-Chef Rex Tillerson nun Außenminister ist.

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