Gazprom forciert TurkStream Pipeline

Gazprom forciert TurkStream Pipeline

Gazprom forciert TurkStream Pipeline. Bau soll bereits Mitte 2017 beginnen.

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Gazprom setzt auf die Turkish Stream Pipeline

Gazprom hat ein weiteres Vertragswerk zum Bau der TurkStream Pipeline in Amsterdam unterzeichnet. Wie die ukrainische Nachrichtenagentur UNIAN unter Berufung auf den Pressedienst des russischen Energiekonzerns berichtet, haben South Stream Transport B.V. und die Allseas Group einen Vertrag zum Bau der zweiten TurkStream Pipeline unterzeichnet.

Das entsprechende Dokument sei bereits optional im Vertragswerk enthalten gewesen und wurde nun ebenfalls unterzeichnet, erklärte Gazprom.

Gazprom forciert TurkStream Pipeline

Das Unternehmen aus der Schweiz plant das Verlegen der 900 Kilometer Pipeline mit der Pioneering Spirit durchzuführen. Wie Ukraine-Nachrichten bereits in einem Beitrag berichtete, ist der Pipeline-Verleger das weltweit größte Arbeitsschiff und zugleich das größte jemals gebaute Schiff nach Bruttoraumzahl und Breite.

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Die Pioneering Spirit soll die Turkish Stream verlegen

Die Arbeiten an der Pipeline sollen voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2017 beginnen. Dabei sollen zwei Pipelines verlegt werden, mit denen jährlich rund 31,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas aus Russland in die Türkei gepumpt werden sollen.

Ukraine als Transitland bedeutungslos

Die TurkishStream soll die Ukraine ab dem Jahr 2019 als Transitland überflüssig machen. Schlecht für ein Land, das laut The World Factbook weltweit als viertgrößter Gasimporteur und sechsgrößter Gasverbraucher gilt. Im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt weist die Ukraine laut Wikipedia den höchsten Gasverbrauch weltweit auf.

Die ehemalige Sowjetrepublik verbraucht rund 80 Milliarden Kubikmeter Erdgas jährlich. Davon stammen 20 Milliarden aus eigener Produktion, weitere 36 Milliarden werden in Turkmenistan gekauft. 17 Milliarden Kubikmeter Erdgas erhält die Ukraine als Gegenleistung für den Transport russischen Erdgases nach Europa.

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