Gazprom zahlt Nord Stream 2 in Eigenregie

Gazprom zahlt Nord Stream 2 in Eigenregie

Energiekonzern Gazprom muss geplante Pipeline Nord Stream 2 selbst finanzieren.

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Schuldenbelastung für Gazprom wächst

Der russische Energiekonzern Gazprom muss die geplante Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 selbst finanzieren. Die OMV und andere Partner aus Westeuropa sind abgesprungen. Der Gasexportmonopolist stellt in diesem Jahr für den Bau der Pipeline in der Ostsee 1,75 Milliarden Euro bereit. Damit verdoppeln sich die Kosten für das Unternehmen, berichtet der österreichische Standard.

Gazprom zahlt Nord Stream 2 selber

Gazprom soll nicht in der Lage sein, die Kosten aus dem Cashflow zu decken. Damit dürfte die Schuldenbelastung für den Konzern deutlich ansteigen. Ursprünglich war das Projekt Nord Stream 2 zusammen mit den europäischen Energieversorgern OMV, Engie, Shell, Uniper und Wintershall geplant gewesen. Gazprom hätte bei dem Joint-Venture aber mit 50 Prozent plus einer Aktie die Kontrolle behalten.

Das Veto polnischer Kartellbehörden

Die polnische Kartellbehörde legte im Sommer 2016 allerdings ihr Veto gegen den Zusammenschluss ein. Eine „mögliche Einschränkung des Wettbewerbs“ wurde befürchtet. Die westlichen Konzerne sprangen daraufhin wieder ab, würden sich jedoch trotzdem an der Erweiterung der Pipeline beteiligen. „Ich habe großes Interesse daran, bei diesem Projekt mitzumachen“, betonte OMV-Chef Rainer Seele im November 2016.

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