Gericht lehnt Antrag von Siemens ab

Gericht lehnt Antrag von Siemens ab

Gericht in Moskau lehnt Siemens Gesuch um Beschlagnahmung von Turbinen ab.

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Ukraine Nachrichten Siemens Russland
Siemens erleidet Niederlage vor Gericht

Siemens hat bei einem Gericht in Moskau um die Beschlagnahmung der Gasturbinen ersucht, die entgegen vertraglichen Bestimmungen auf die von Russland besetzte ukrainische Halbinsel Krim geliefert wurden. Der klare Verstoß gegen die Sanktionen der Europäischen Union hatte in den letzten Wochen für allerlei Aufregung in der deutschen Presse gesorgt.

Geradezu unpassend folgte dann auch noch der Vorstoß von FDP-Chef Christian Lindner, der sich medienwirksam dafür einsetzte, das Verhältnis zu Russland wieder zu verbessern und den Konflikt um die Krim „einzukapseln“.

Keine Beschlagnahmung der Siemens-Turbinen

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Siemens-Turbinen haben derzeit auf der Krim nichts zu suchen

Dafür erntete er viel Gegenwind, nicht zuletzt auch von dem ukrainischen Botschafter in Berlin, Andrij Melnyk. Auch Siemens musste sich Kritik Gefallen lassen, zumindest eine gewisse Naivität kann man dem deutschen Konzern definitiv unterstellen. Dennoch kam das Unternehmen mit einem blauen Auge davon und erklärte erleichtert, dass man die Russland-Geschäfte künftig einschränken wolle.

Ukraine-Nachrichten.com berichtete in einem Artikel. Vor einem Gericht in Moskau wollte das deutsche Unternehmen nun die Beschlagnahmung der Turbinen erwirken, was jedoch laut der Nachrichtenagentur Reuters rundweg abgelehnt wurde.

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