Google Maßnahmen gegen Fake News

Google Maßnahmen gegen Fake News

Google will künftig verstärkt gegen Hass und Falschmeldungen vorgehen.

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Ukraine Nachrichten Google
Google kämpft gegen Fake News.

Google will künftig verstärkt gegen Hass und Falschmeldungen vorgehen. Dazu sollen die Prüfteams des Unternehmen laut einer neuen Richtlinie beleidigende, falsche und verstörende Inhalte genauer markieren. Auch Nachrichtenportale zu dem Thema Ukraine von der Änderungen betroffen.

Google sagt Hass und Falschmeldungen den Kampf an. Der Betreiber der weltweit größten Suchmaschine will laut einer neuen Richtlinie für seine Prüfteams in Zukunft beleidigende, falsche und rassistische  Inhalte explizit markieren.

Derart sollen entsprechende Suchergebnisse weniger prominent angezeigt werden, was die Qualität der Suche steigern soll. Webseiten, die zu Gewalt aufrufen oder gegen Minderheiten und bestimmte Volksgruppe hetzen, müssen künftig mit einer Abstrafung rechnen.

Google gegen Hass und Falschmeldungen

Google scheint außerdem gezielt gegen Fake News, also bewusst platzierte Falschmeldungen, vorzugehen. Das US-Unternehmen hat dazu seine Richtlinien angepasst, die weltweit an etwa 10.000 Teams der Qualitätskontrolle verteilt worden sind.

Das entsprechende Regelwerk soll laut dem Spiegel rund 200 Seiten umfassen. Google hat dort eine neue Kategorie mit der Bezeichnung „verstörend und beleidigend“ eingeführt. Das berichten unter anderem die Google-Spezialisten von Search Engine Land.

Kontrolle der Qualität von Google-Suche

Die Qualitätsteams von Google kontrollieren die Qualität der Suchergebnisse und markieren Internetseiten mit Schlagwörtern. Durch das angepasste Reglerwerk sollen die Mitarbeiten nun in der Lage sein, Webseiten mit wirklich passenden Begriffen zu kennzeichnen.

Auch beurteilen die Teams die Qualität von Internetseiten. Nachrichtenseiten „mit sieben Pulitzer-Preisen“ kann derart eine hohe Qualität bestätigt werden, heisst es in dem Bericht. Portale hingegen, die Artikel mit zahlreichen Grammatik- und Zeichensetzungsfehlern publizieren, droht eine Abwertung in den Suchergebnissen.

Grammatik und Zeichensetzung wichtig

Betreiber von Webseiten wissen, dass sie nur dann ordentliche Besucherzahlen erwarten können, wenn sie sich bei bestimmten Suchbegriffen auf den Spitzenplätzen der Suchergebnisse befinden. Exemplarisch seien die Begriffe „Ukraine“ und „Nachrichten“ genannt, die gemeinsam eingegeben, im deutschsprachigen Internet zu den wichtigsten Suchbegriffen zu dem Thema „Ukraine“ gehören.

Aktuell konkurrieren etwa 20 Internetseiten um die Gunst der Suchenden, Ukraine-Nachrichten befindet sich trotz der Tatsache, dass unser Angebot erst vor vier Monaten gestartet ist, bereits auf Platz 3 der Ergebnisse.

Ukraine Portale von Änderungen betroffen

Einige Internetseiten zu dem Thema weisen eine mangelhafte Befähigung der deutschen Sprache auf. Diese Angebote könnten also künftig in der Bewertung sinken und aus den Top 20 verschwinden. Zudem gibt es einige von Russland finanzierte Online-Angebote, die sich inhaltlich teilweise bedenklich den Bereichen „Hass“ und „Falschmeldungen“ annähern.

Auch solche Webseiten könnten in Zukunft an Bedeutung verlieren. Google hofft bei der Neuerung allerdings darauf, dass aufgrund der Anpassungen entsprechende Online-Angebote automatisch abgewertet werden. Ob das wirklich der Fall ist, muss die Praxis zeigen.

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