Viele US-Diplomaten ausgewiesen

Viele US-Diplomaten ausgewiesen

Russland reagiert mit Vergeltungsmaßnahmen auf neue US-Sanktionen.

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Ukraine Nachrichten Wladimir Putin
Russland weist US-Diplomaten aus

Russland wird aufgrund der beabsichtigten neuen US-Sanktionen 755 amerikanische Diplomaten und Botschaftsangehörige des Landes verweisen. Der Präsident des Landes Wladimir Putin erklärte laut der Tagesschau, die Hoffnung auf eine baldige Besserung der Beziehung zwischen den USA und Russland aufgegeben zu haben.

Als Konsequenz müssten Hunderte US-Vertreter „ihre Aktivitäten in Russland einstellen“, erklärte Putin in einem Interview gegenüber dem TV-Sender Rossia 24. Bislang ist unklar, wieviele der 755 Personen Diplomaten sind und ob auch Angehörige mitgezählt wurden.

Russland weist US-Diplomaten aus

Die Vergeltungsmaßnahmen kommen nicht überraschend: Bereits am Freitag hatte das Außenministerium Russlands angekündigt, die Anzahl von Personen an der US-Botschaft und amerikanischen Organisationen im Land müsse auf 455 sinken. Dies würde der Zahl der russischen Diplomaten in den USA entsprechen.

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Flottenparade am Wochenende in St. Petersburg – Foto: APP

In dem Interview mit Rossia 24 konkretisierte Wladimir Putin nun die Vergeltungsmaßnahmen. Derzeit würden „mehr als tausend Menschen“ an den diplomatischen Vertretungen der USA in Russland arbeiten, erklärte Putin. Der Präsident machte zudem klar, dass er sich auf eine schwierige Phase in den Beziehungen zu den USA einstelle.

„Schwierige Phase in den Beziehungen“

Der Kreml-Chef geht dabei nach eigenen Worten nicht von einer baldigen Verbesserung des Verhältnisses aus. „Wir haben lange gewartet und gehofft, dass sich die Situation zum Besseren verändern wird“, so der russische Präsident. Dies sei jedoch offenbar „in nächster Zeit“ nicht zu erwarten.

Die Strafmaßnahmen Russlands sind die Reaktion auf neue Sanktionen, für die der US-Senat in der letzten Woche gestimmt hatte. Die heutige Reaktion Russlands wurde von der US-Regierung als ein „bedauerliches und ungerechtfertigtes Vorgehen“ bezeichnet. Aus dem Weißen Haus gibt es noch keine Stellungnahme.

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