Hybridkrieg und hybride Kriegsführung

Hybridkrieg und hybride Kriegsführung

Hybridkrieg und hybride Kriegsführung: Was ist das? Daten und Fakten.

67
0
Ukraine Nachrichten Hybridkrieg Hybride Kriegsführung
Wissen: Informationen zum Thema Hybridkrieg

Der Hybridkrieg oder die hybride Kriegsführung beschreibt eine bislang nicht definierte Mischform von offen und verdeckt angewendeten regulären und irregulären, symmetrischen und asymmetrischen, militärischen und nicht-militärischen Konfliktmitteln mit dem Zweck, die Unterscheidung zwischen den völkerrechtlich festgelegten binären Zuständen Krieg und Frieden zu verwischen. Dabei ist die Grenze zu der nach der Genfer Konvention verbotenen Heimtücke fließend.

Hybridkrieg als neues Mittel der Kriegsführung

Der ehemalige Direktor der Militärakademie der ETH Zürich und heutige Kommandant der Generalstabsschulen, Daniel Lätsch, geht in Publikationen davon aus, dass der Begriff erstmals 2005 vom Militärautor und Politikwissenschaftler Frank G. Hoffman verwendet worden sei. „Hoffman definiert hybride Kriegsführung als Kombination von konventionellen und irregulären Kampfweisen in Verbindung mit terroristischen Aktionen und kriminellem Verhalten“, erklärt Lätsch.

Sprachliche Verbreitung durch Krim-Annexion

Der Begriff der hybriden Kriegsführung erfuhr seine allgemeine sprachliche Verbreitung im deutschsprachigen Raum im Jahr 2014 durch die Beschreibung der militärischen Interventionen Russlands auf der Krim und in den Ostukraine. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte dabei russische Truppen ohne Hoheitszeichen auf der ukrainischen Halbinsel Krim eingesetzt. In einem Bericht des UN-Hochkommissariat für Menschenrechte wurde Teile der parallel eingesetzten russischen Propaganda als völkerrechtlich verbotene Hass-Propaganda bezeichnet.

• Einsatz von verdeckt kämpfenden Truppen ohne Hoheitszeichen

• Nutzung von umfänglichen hochtechnisierten Kampfmitteln

• Desinformation, Propaganda, Falschmeldungen bzw. Fake News

• Massive Nutzung von sozialen Netzwerken wie Facebook

• Cyberattacken durch spezialisierte, professionelle Hacker

Ukraine Nachrichten Hybridkrieg Hybride Kriegsführung
Russische Soldaten auf der Krim

Der hybride Krieg ist nicht definiert, das bedeutet, dass sich die „Kämpfer“ zumindest teilweise im rechtsfreien Raum bewegen, solange die internationale Rechtslage in Bezug auf hybride Kriegsführung nicht geklärt werden kann. Das ist umso schwieriger, als sich der Einsatz von hybrider Kriegsführung gerade für Akteure anbietet, „die sich beim Einsatz konventioneller Methoden vor der internationalen Gemeinschaft rechtfertigen müssten“.

Hybrider Krieg bislang nicht offiziell definiert

Angebliche Guerillakämpfer sind verschleierte Kombattanten aus konventionellen Truppen oder treten umgekehrt als Demonstranten auf. So werden ergänzend zu oder ausschließlich anstelle konventioneller militärischer Mittel auch Mittel eingesetzt, „die bisher üblicherweise nicht Staaten zugeordnet wurden“, wie es die Schweizer Regierung definierte. Der Begriff des hybriden Krieges wird stattdessen überwiegend mit Terrorismus, Fehlinformation, Manipulation und Cyberangriffen assoziiert.

Der „Verlust von gültigen Konventionen“ wurde auch von der Interparlamentarischen Konferenz für die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU festgestellt. Die „kriminelle Unordnung“ erschwere die Suche nach Antworten.

Quelle: Wikipedia

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Fragen oder ergänzende Meinungen zu dem Thema? Dann freuen wir uns auf konstruktive Kommentare. Informationen zu der Kommentarfunktion auf Ukraine Nachrichten können in der Netiquette nachgelesen werden.

Das Thema „Ukraine“ polarisiert - wir bitte daher die Hinweise und Regeln zu beachten.