Kiew weist Gerüchte zurück

Kiew weist Gerüchte zurück

Ukraine weist Gerüchte zurück - keine Raketentechnik für Nordkorea.

131
0
Ukraine Nachrichten Nordkorea Kim Jong-un
Keine ukrainische Raketentechnik für Nordkorea

Die Regierung in Kiew weist Gerüchte zurück, nach denen Nordkorea seine raschen Fortschritte bei der Raketentechnik womöglich ukrainischer Technologie zu verdanken habe. Der Sicherheits- und Verteidigungsrat des osteuropäischen Landes sowie das Unternehmen Juschmasch wittern eine Verschwörung russischer Geheimdienste.

Michael Elleman, Experte am International Institute for Strategic Studies (IISS) hatte am Montag gegenüber der New York Times erklärt, dass der Raketenantrieb für die neuen Mittelstrecken- und Interkontinentalraketen Nordkoreas aus ukrainischen Beständen stamme. Seiner Meinung nach, hätten Waffenhändler die Triebwerke „vermutlich illegal“ nach Nordkorea verkauft.

Ukraine wittert russische Verschwörung

Elleman hat nach eigenen Angaben Fotos der nordkoreanischen Regierung analysiert, auf denen Raketen vom Typ Hwasong-12 und Hwasong-14 beim Startvorgang abgebildet sind. Das Bildmaterial erhärte den Verdacht, dass die Antriebe auf einem sowjetischen Modell basieren, das früher von der Firma Juschmasch in der Stadt Dnipro hergestellt wurden.

Ukraine Nachrichten Nordkorea Kim Jong-un
Raketenfertigung bei Juschmasch in der Ukraine

Die Raketenmotoren seien offenbar weiterentwickelt worden, damit die nordkoreanischen Raketen größere Reichweite erzielen. Das ukrainische Unternehmen wies die Spekulationen umgehend zurück und erklärte, dass man keine Geschäftsbeziehungen mit Nordkorea unterhalte.

Kompetenzzentrum für Raketentechnik

Die entsprechenden Bauteile würden seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion nicht mehr hergestellt werden. Das heute ukrainische Dnipro galt zu Zeiten der UDSSR als Kompetenzzentrum für Raketentechnologie. Das staatliche Unternehmen Juschmasch kämpft allerdings seit Jahren gegen den Bankrott und blickt laut einer Reportage der Neue Zürcher Zeitung einer ungewissen Zukunft entgegen.

Der Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine erklärte, dass es sich vermutlich um eine „anti-ukrainische, von russischen Geheimdiensten lancierte, Kampagne“ handeln würde, um die eigene Verwicklung in das nordkoreanische Raketenprogramm zu verschleiern.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Fragen oder ergänzende Meinungen zu dem Thema? Dann freuen wir uns auf konstruktive Kommentare. Informationen zu der Kommentarfunktion auf Ukraine Nachrichten können in der Netiquette nachgelesen werden.

Das Thema „Ukraine“ polarisiert - wir bitte daher die Hinweise und Regeln zu beachten.