Kravchuk: Sanktionen reichen nicht

Kravchuk: Sanktionen reichen nicht

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Ukraine Nachrichten Leonid Kravchuk
Kravchuk: Sanktionen alleine reichen nicht

Leonid Kravchuk hat als Präsident der Ukraine das Land in den ersten Jahren nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion begleitet. 25 Jahre später ist er der Meinung, dass Sanktionen alleine nicht ausreichen werden, um Frieden in der Region zu schaffen. Die Regierung in Kiew müsse das Gespräch mit Russland suchen.

Auf dem Atlantic Council in Washington vertrat er die Auffassung, dass die Menschen in der Ukraine und in Russland keinen Krieg wollen und dass die Staatschefs entsprechend Friedensgespräche initiieren sollten.

Leonid Kravchuk plädiert für Gespräche

Der Westen müsse zwar die Sanktionen gegen Russland fortsetzen, könne aber nicht erwarten, mit derartigen Maßnahmen Ordnung und Frieden in der Welt zu schaffen. Für die Ukraine wären Gespräche mit Moskau die einzige Möglichkeit für ein friedliches Ende des Konfliktes.

„Es gibt nur eine Lösung und diese beinhaltet Gespräche und Verträge“, erklärte er und fügte hinzu, dass er sich sicher sei, dass es keine anderen Optionen gegenüber Russland geben würde.

Krim verloren, Hoffnung auf Donbass

Obwohl Kravchuk erklärte, dass er seine Heimat notfalls mit dem Gewehr in der Hand verteidigen würde, ist er der Meinung, dass Russland die Ukraine bei einem Krieg im Handumdrehen besiegt haben würde. So weit müsse es seiner Meinung nach nicht kommen.

Obwohl die Krim zumindest für lange Zeit als verloren angesehen werden müsse, gibt es Hoffnung, dass der Donbass künftig wieder zu der Ukraine gehören wird. Laut VOANews soll Kravchuk den Präsidenten der Ukraine, Petro Poroschenko, daher bereits im August 2016 aufgefordert haben, direkte Gespräche mit Russland zu suchen.

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