Odessa Portside Plant Privatisierung

Odessa Portside Plant Privatisierung

Privatisierung der Odessa Portside Plant gescheitert - Schulden in Millionenhöhe.

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Ukraine Nachrichten Odessa Portside Plant
Privatisierung der Odessa Portside Plant gescheitert

Die Privatisierung der Odessa Portside Plant (OPP) ist gescheitert. Der moderne Düngemittelhersteller im Hafen von Odessa sollte das erste große Privatisierungsprojekt der Ukraine werden. Die erste Auktion war bereits im Juli 2016 fehlgeschlagen, beim zweiten Anlauf sollte es der Preis richten: Das Mindestgebot lag bei 200 Millionen Euro.

Es fand sich kein einziger Bieter, obgleich es bis zu zehn Interessenten gegeben haben soll. Der Ministerpräsident der Ukraine, Volodymyr Groysman, machte den staatlichen Immobilienfonds für das Scheitern der Privatisierung verantwortlich und fand dabei deutliche Worte.

Odessa Portside Plant Privatisierung

Von Inkompetenz der Verantwortlichen war gar die Rede. Eine Pressemeldung der ukrainischen DCH-Group enthält zusätzliche Erklärungsversuche für das Scheitern der Privatisierung. Das Unternehmen wollte die Industrieanlagen in der Vergangenheit bereits wiederholt erwerben, war an dem Bieterprozess beteiligt und gibt nun an, gemeinsam mit Finanzprüfern von PricewaterhouseCoopers (PwC) eine Finanzprüfung der Odessa Port Plant vorgenommen zu haben.

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Odessa Portside Plant fand keinen Bieter

Zudem habe man zusätzliche Informationen zu finanziellen und wirtschaftlichen Aktivitäten des Unternehmens erhalten, die nicht im Text der amtlichen Verlautbarung des Staatseigentumsfonds erwähnt wurden.

Verbindlichkeiten in Millionenhöhe

Dabei wurde laut der DCH-Group festgestellt, dass die tatsächlichen Verbindlichkeiten des Staatsunternehmens nicht weniger als 85 Millionen US-Dollar betragen und sich nach pessimistischen Schätzungen auf mehr als 350 Millionen US-Dollar belaufen könnten. Dies würde den Kaufpreis für potentielle Käufer de facto auf 550 Millionen US-Dollar erhöhen.

Zudem habe das Antimonopl-Komitee der Ukraine eine Untersuchung des Unternehmens angeordnet und ein Vollstreckungsverfahren eingeleitet. DCH merkt auch an, dass Vorschläge bezüglich kontroverser Punkte keine Beachtung fanden. Als Konsequenz habe man die Bewerbung zur Übernahme des Aktienpaketes des Unternehmens zurückgezogen.

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