Reaktionen auf Donald Trump-Sieg

Reaktionen auf Donald Trump-Sieg

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Reaktionen auf den Wahlsieg von Donald Trump

Donald Trump wird als 45. US-Präsident am 20. Januar 2017 ins Weiße Haus einziehen. Sein Wahlsieg führt weltweit zu ganz unterschiedlichen Reaktionen. Als einer der ersten Staatschefs hat Russlands Präsident Wladimir Putin dem Wahlsieger gratuliert.

In einem Telegramm schrieb der russische Präsident, dass es ihnen gemeinsam gelingen werde, die russisch-amerikanischen Beziehungen aus der Krise zu holen. Nach Angaben des Kremls ergänzte er, dass ein konstruktiver Dialog im Interesse beider Länder und der Weltgemeinschaft wäre.

Russland wünscht sich konstruktiven Dialog

Die Beziehungen zwischen Russland und den USA sind derzeit angespannt. Donald Trump hatte während seines Wahlkampfes bessere Beziehungen zu Moskau angekündigt. Wladimir Putin wiederum hatte lobende Worte für den kommenden US-Präsidenten gefunden.

Der Präsident der Ukraine, Petro Poroschenko, hingegen gratuliert Donald Trump mit einer Einladung in die Ukraine sowie der Hoffnung, dass die USA sein Land weiterhin im Kampf gegen die russische Aggression unterstützen werden. Die Prawda Ukraine will sogar wissen, dass die „Freundschaft zwischen den USA und der Ukraine“ fortgeführt werden müsse.

Freundschaft zwischen USA und der Ukraine

Die Wahl von Donald Trump wird besonders von Ländern mit autoritären Regierungschefs begrüßt. Der türkische Premierminister Binali Yildrim gratulierte dem US-Republikaner und hofft auf eine neue Seite in den amerikanisch-türkischen Beziehungen.

Dazu sei allerdings die Auslieferung des Predigers Fetullah Gülen erforderlich, der von der türkischen Regierung für den Militärputsch im Juli 2016 verantwortlich gemacht wird. Auch der Regierungschef Ungarns, Viktor Orban, äußerte sich erfreut zu der Wahl Trumps. „Gratulation. Was für eine großartige Neuigkeit. Die Demokratie lebt“, schrieb der Politiker auf seiner Facebook-Seite.

Merkel pocht auf demokratische Grundwerte

In Deutschland überwiegt zurzeit eher der Schock nach dem unerwarteten Trump-Sieg. Bundeskanzlerin Angela Merkel rief den kommenden US-Präsidenten auf, demokratische Grundwerte zu achten.

Wie die Tagesschau berichtet, befürchtet EU-Parlamentspräsident Martin Schulz, dass die transatlantischen Beziehungen schwieriger werden. Trump benutze einen Politikstil und eine Rhetorik, die einzig auf Emotionen und nicht mehr auf faktische Lösungen setze. „Der Protest kommt in die Wahlurne“, ergänzte der SPD-Politiker. Alarmismus sei jetzt aber verkehrt.

Führungsrolle in der NATO behalten

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und EU-Ratspräsident Donald Tusk bauen darauf, dass der neue US-Präsident die enge Zusammenarbeit fortsetzen wird. Dazu luden sie Donald Trump zu einem gemeinsamen EU-USA-Gipfel ein. Trump hatte sich in seinem Wahlkampf wiederholt kritisch gegenüber der NATO geäußert.

Warum denn immer die USA die Führungsrolle übernehmen müssten, war einer seiner Kritikpunkte. Entsprechend rief NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg den US-Poltiker auf, das Engagement der USA nicht zu reduzieren. „Eine starke NATO ist gut für die Vereinigten Staaten“, meint Stoltenberg.

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