Rückgabe der Krim durch Russland

Rückgabe der Krim durch Russland

Anders Gogh Rasmussen hält Rückgabe der Krim durch Russland für möglich.

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Ukraine Nachrichten Anders Gogh Rasmussen
Rückgabe der Krim eines Tages möglich

Anders Gogh Rasmussen, ehemaliger NATO-Chef und jetziger Berater des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko, hält die Rückgabe der Halbinsel Krim durch Russland für möglich. Schwächen des Minsker Abkommens müssten zudem behoben werden.

Anders Gogh Rasmussen war von 2001 bis 2009 Ministerpräsident Dänemarks und von 2009 bis 2014 NATO-Generalsekretär. Heute leitet er die Beratungsgesellschaft Rasmussen Global und ist seit Mai 2016 als außenpolitischer Berater des Präsidenten der Ukraine, Petro Poroschenko, tätig.

In dieser Funktion erklärte Rasmussen in einem Interview gegenüber der Welt, dass er eine Rückgabe der Halbinsel Krim durch Russland nicht ausschließe. Moskau habe den Kommunikationsfluss aus der Krim unterbrochen, was eine genaue Einschätzung der Lage schwierig mache.

Rückgabe der Krim durch Russland

Russland sei auf den Aufbau seiner militärischen Präsenz auf der Halbinsel fokussiert, was das wahre Motiv der Annexion zeige: die Kontrolle über das Schwarze Meer. Und auch wenn es derzeit schwierig erscheinen mag, Moskau zur Rückgabe der Halbinsel zu bewegen, könnte sich dies in Zukunft ändern.

Ukraine Nachrichten Schwalbennest Krim
Schloss „Schwalbennest“ auf der Krim

Daher sei es zwingend notwendig, diese Option offenzuhalten und die illegale Eingliederung der Krim in die Russische Föderation auf keinen Fall anzuerkennen, erklärte Anders Gogh Rasmussen. Auch zu dem Minsker Abkommen hatte der ehemalige Chef der NATO etwas zu sagen.

Minsker Abkommen mit Schwächen

Rasmussen vertritt die Auffassung, dass das Abkommen gravierende Schwächen, wenn nicht Konstruktionsfehler, habe. Es gebe jedoch keine Alternative. Bestimmte enthaltene Aspekte müssten jedoch „dringend verdeutlicht“ werden. Dies betreffe in erster Linie die Wiedergewinnung der Kontrolle der Ukraine über ihre Grenzen.

Ohne diese sei es schwer vorstellbar, wie das Eindringen russischer Truppen und Waffen in die Ostukraine gestoppt werden soll. Auch freie Wahlen wären aus diesem Grund bisher unmöglich. Die Kontrolle der Grenzen habe daher oberste Priorität und ist Voraussetzung für die Umsetzung aller weiteren Maßnahmen des Abkommens von Minsk.

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