Russische Banken bereiten Verkauf vor

Russische Banken bereiten Verkauf vor

Russische Banken in der Ukraine bereiten Verkauf ihrer Niederlassungen vor.

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Russische Banken stehen zum Verkauf

Russische Banken in der Ukraine bereiten ihren Verkauf vor, erklärte die stellvertretende Leiterin der Nationalbank der Ukraine, Kateryna Rozhkova, in einem Interview gegenüber dem Fernsehsender Inter. Aufgrund der erhobenen Sanktionen gegen die Bankhäuser sei dies die beste Lösung.

Die russischen Banken mit Niederlassungen in der Ukraine ziehen die Konsequenzen aus den unlängst gegen sie erhobenen Sanktionen. Alle Betroffenen Institute suchen bereits nach Käufern für ihre Filialen. Wie die stellvertretende Leiterin der ukrainischen Nationalbank, Kateryna Rozhkova, in einem Interview mit dem Fernsehsender Inter erklärte, würden ihr entsprechende Informationen vorliegen. Rozhkova ergänzte, dass ein möglicher Verkauf der russischen Banken keinerlei Auswirkungen für die Kunden in der Ukraine haben würde.

Russische Banken ziehen Konsequenzen

Die Nationalbank der Ukraine hält laut dem Nachrichtenportal UNIAN einen Verkauf für die derzeit beste Lösung. „Unter den aktuellen Gegebenheiten sei es leider unmöglich, sich künftig einen weiteren Geschäftsbetrieb auf dem Territorium der Ukraine vorzustellen“, sagte Rozhkova.

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Aktivisten vermauern Filiale der Sberbank

Alle Banken würden über ausreichend liquide Mittel verfügen und seien daher in der Lage, ihren Verpflichtungen gegenüber den Kunden nachzukommen. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hatte am 16. März 2017 fünf russische Banken mit Sanktionen bedacht.

Reaktion auf Sanktionen der Regierung

Bei den betroffenen Geldhäusern handelt es sich um die Finanzinstitute Sberbank, VTB Bank, Prominvestbank, BM Bank und VS Bank. Wie Ukraine-Nachrichten bereits Ende Februar berichtete, hatte die VTB Bank schon vor den Sanktionen Verkaufsgespräche mit ukrainischen Interessenten geführt.

Die Strafmaßnahmen waren erhoben worden, nachdem Innenminister Arsen Avakov mit einer Stellungnahme an die Öffentlichkeit ging, nach den die russische Sberbank Transaktionen für Bürger aus den besetzten Gebieten in der Ostukraine durchführe.

Bankensanierung geht weiter

Der Bankensektor in der Ukraine durchläuft derzeit eine harte Sanierung. Im Dezember hatte Präsident Petro Poroschenko bereits die Privatbank verstaatlicht. Kunden hatten daraufhin die Filialen der Bank gestürmt und wollten ihre Guthaben abheben. Bei vielen Ukrainern haben die Szenen Erinnerungen an die Finanzkrisen in den neunziger Jahren wach werden lassen.

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