Schweinebestand in Ukraine rückläufig

Schweinebestand in Ukraine rückläufig

Schweinebestand in der Ukraine aufgrund Afrikanischer Schweinepest rückläufig.

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Ukraine Schweinepest
Immer weniger Schweine in der Ukraine

Die Tierzüchter in der Ukraine haben immer weniger Schweine im Stall. Wie das Branchenmagazin Fleischwirtschaft unter Berufung auf Angaben des nationalen Statistikamtes berichtet, gab es zum Stichtag 1. Februar 2017 noch 6.30 Millionen Schweine in dem Land.

Das entspricht einem Rückgang von 10,5 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahr. Sogar der Tiefststand von 6,34 Millionen Tieren aus dem Jahr 2005 wurde damit unterboten. Eine Besserung der schon länger zu beobachtenden Negativentwicklung sei nicht zu erwarten.

Schweinebestand in der Ukraine rückläufig

Der wichtigste Grund für die Talfahrt seien die permanenten Probleme mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP), erklärte der Vorsitzende der Vereinigung der Agrar-Dienstleistungs-Genossenschaften, Iwan Tomitsch.

Im Jahr 2016 wurden laut des Experten 91 Fälle von Schweinepest in der ehemaligen Sowjetrepublik registriert. Seit Jahresbeginn seien bereits 34 neue Fälle hinzugekommen. Ukraine-Nachrichten berichtete bereits in einem Artikel ausführlich über das Thema.

Afrikanische Schweinepest als Problem

Das Landwirtschaftsministerium des Landes rechnet nicht damit, dass die Tierseuche binnen dreier Jahre in den Griff zu bekommen sei. Auch die niedrigen Schweinepreise bei gleichzeitig hohen Kosten für den Import von Veterinärmedizin setzen den Landwirten zu.

Iwan Tomitsch rechnet daher mit einer Angebotsverknappung im Laufe des Jahres und einem Anstieg der Verbraucherpreise um bis zu 25 Prozent. Mit einer merklichen Aufwärtsentwicklung der Bestände sei wohl erst dann zu rechnen, wenn die ASP endgültig unter Kontrolle gebracht worden sei.

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