Verwirrung um die IWF-Tranche

Verwirrung um die IWF-Tranche

Ukraine ist als Thema von Agenda der IWF-Sitzung am 20. März verschwunden.

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Ukraine Nachrichten IWF Tranche
Die Ukraine steht nicht zur Debatte

Die Ukraine ist als Thema von der Tagesordnung der IWF-Sitzung am 20. März 2017 verschwunden. In der ehemaligen Sowjetrepublik macht sich Ratlosigkeit aufgrund der unerwarteten Entscheidung des Internationalen Währungsfonds breit.

Das Exekutivdirektorium des Internationalen Währungsfonds wird am 20. März 2017 zu einer neuen Sitzung zusammentreffen. Entgegen zahlreicher Annahmen ukrainischer Politiker wird über die Auszahlung der vierten Tranche in einigen Tagen wohl nicht abgestimmt werden, berichtet das ukrainische Portal UNIAN.

Auf der Tagesordnung stehen Anträge von Qatar, Israel, Nauru und der Dominikanischen Republik – zu der Ukraine findet sich nichts. Es liegen bisher keine Informationen darüber vor, ob die Ukraine als Thema überhaupt nicht auf der Agenda stand, oder nachträglich wieder entfernt wurde.

Ukraine kein Thema bei IWF-Sitzung

Generell unterliegt die Agenda einer IWF-Sitzung vielfältigen Änderungen. Es ist in der Vergangenheit bereits vorgekommen, dass der Terminplan des Exekutivdirektoriums noch 24 Stunden vor der Versammlung umgestellt wurde.

Ukraine Nachrichten Christine Lagarde
Christine Lagarde, Direktorin des IWF – Foto: Reuters

Die Pressesprecherin von Nina Yuzhanina, im ukrainischen Parlament für die Themen Steuern und Zölle verantwortlich, erklärte am heutigen Sonntag, dass sich eine IWF-Delegation noch bis Ende der kommenden Woche in der Ukraine aufhalten werde.

Die Zitterpartie um die vierte Tranche

Die Auszahlung der vierten Tranche an die Ukraine wird immer mehr zu einer Zitterpartei. Ursächlich bereits für Ende 2016 zugesagt, verweigert der Internationale Währungsfonds die Auszahlung der Finanzmittel seit Monaten.

Der IWF ist mit dem Reformprozess in der Ukraine nicht zufrieden und mahnt dabei besonders das Thema Korruption in der ehemaligen Sowjetrepublik an. Politiker der Ukraine hingegen werden nicht müde, immer neue Termine für die Auszahlung zu nennen – die sich dann in Luft auflösen.

2 KOMMENTARE

  1. Wo ist die Meldung in den etablierten Medien, dass die Ukraine den Kredit nicht erhält, weil sie den Warenstrom nach Donezk blockiert??? Nirgends. Also Beweis: Auch Weglassungen wichtiger Meldungen bedeutet „Lügenpresse“.

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