Victor Pinchuk macht sich unbeliebt

Victor Pinchuk macht sich unbeliebt

Der ukrainische Oligarch Victor Pinchuk will Krim NATO und EU für Frieden eintauschen.

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Ukraine Nachrichten Victor Pinchuk
Victor Pinchuk will Krim aufgeben

Der ukrainische Oligarch Victor Pinchuk war in den vergangenen Jahren ein aktiver Befürworter der Integration der Ukraine in die EU. Dazu hatte der Milliardär eine eigene Konferenz mit der Bezeichnung „Yalta European Strategy Conference“ ins Leben gerufen.

Wie das ukrainische Nachrichtenportal UNIAN vor Tagen unter Berufung auf einen Artikel in dem Wall Street Journal berichtete, verfolgt Pinchuk nun eine neue Strategie: Die Aufgabe der Halbinsel Krim im Austausch für einen Frieden im Donbass.

Victor Pinchuk schlägt Tauschhandel vor

Der einflussreiche Geschäftsmann ging mit seinen Ausführungen sogar einen Schritt weiter: Auch mögliche Mitgliedschaften in EU und NATO kämen für die Ukraine nicht infrage. Der am 29. Dezember 2016 veröffentlichte Beitrag „Ukraine must make painful compromises for peace with Russia“ erläutert, dass nur derart ein Abkommen mit Russland möglich sei.

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Das Schwalbennest auf der Halbinsel Krim

„Wir sollten uns vergegenwärtigen, dass nur eine Zurücknahme der Sanktionen gegen Russland eine freie, friedliche und sichere Ukraine ermöglichen wird. Die zahlreichen Menschenleben, die ein solcher Schritt schonen würde, sind schmerzvolle Kompromisse wert“, erklärt der Oligarch.

NATO EU und Krim für Frieden aufgeben

In der Ukraine wird der Vorschlag negativ aufgenommen. Hanna Hopko, unabhängige Abgeordnete in der Rada, ist der Meinung, dass Pinchuk die Souveränität des Landes für seine eigenen geschäftlichen Interesse aufgeben würde.

Der Vorsitzende der Krimtatarischen Medschlis, Refat Chubarov,  erklärt, dass die Vorschläge des Milliardärs einer Vernichtung des Landes „mit den eigenen Händen“ gleichkommen würde. Andere wiederum sind der Meinung, dass sich Victor Pinchuk eventuell auf den Amtsantritt von Donald Trump vorbereiten würde.

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