Vorschläge zum Landverkauf in der Ukraine

Vorschläge zum Landverkauf in der Ukraine

Verkauf von landwirtschaftlich nutzbaren Böden an Ausländer als Diskussionsthema.

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Ukraine Nachrichten Landwirtschaft
Verkauf von Agrarflächen an Ausländer

Die Ukraine ist reich an Schwarzerde. Der Boden des Landes gehört zu den fruchtbarsten weltweit. Es sei daher eine gute Idee, Investoren aus dem Ausland die Möglichkeit zu geben, Agrarflächen in dem Land erwerben zu dürfen. Bis zu 19 Milliarden Euro könnte das dem Staatshaushalt einbringen, meint Alex Lissitsa, Präsident des Ukrainian Agribusiness Club.

Demnach sei die Möglichkeit des Landverkaufs besonders für diejenigen Landwirte und Personen interessant, die entsprechende Agrarflächen in den 1990er Jahren vom Staat erhalten hätten. Damals seien sie im Alter von 30 bis 50 Jahren gewesen, heute entsprechend 70 Jahre und mehr. Mehr als die Hälfte dieser Landbesitzer wären an einem Verkauf ihrer Agrarflächen interessiert, erklärt Lissitsa.

Landverkauf an Ausländer als Idee

Der Vorsitzende hält die Ängste vor der Öffnung des Marktes für übertrieben. Zudem gebe es keine belastbaren Analysen und Statistiken, um das Interesse ausländischer Investoren überhaupt einschätzen zu können. Experten zufolge herrscht bei vielen potentiellen Käufern ein gewisses Unbehagen in puncto Rechtssicherheit und Dezentralisierung in der Ukraine. Eine Unsicherheit, die sich schlecht auf das Investitionsklima auswirke.

Alex Lissitsa geht noch einen Schritt weiter. Aktuell würden jährlich Bodenverkäufe in einem Gesamtwert von umgerechnet rund 360 Millionen Euro stattfinden. Illegal, sich in einer Grauzone bewegend. Würden diese Verkäufe nun künftig vom Gesetzgeber gestattet werden, würde der Staatshaushalt aufgrund der Steuereinnahme maßgeblich profitieren.

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