Premier Grojsman spricht ein Machtwort

Premier Grojsman spricht ein Machtwort

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Ukraine Nachrichten Wladimir Grojsman
Wladimir Grojman spricht ein Machtwort

Das Strafverfahren gegen Matimex-Ukrajina sowie die Ermittlungen wegen Schmuggelverdachts wurden eingestellt. Das bestätigte ein Sprecher des ukrainischen Geheimdienstes SBU jetzt gegenüber Salzburg24. Die Kiewer Ermittler des SBU hatten am 12. Mai 2016 ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf Schmuggel aus Österreich eingeleitet.

Bei einer Hausdurchsuchung am 8. Juli wurden knapp acht Tonnen Lebensmittelzusätze aus Matimex-Lagern zur genaueren Untersuchung abtransportiert. Laut Gerichtsregister stellte sich dabei heraus, dass es sich um das Österreich importierte Geschmacksstoffe zur Produktion von Wurstwaren handelt.

Strafverfahren gegen Matimex-Ukrajina eingestellt

Auch eine Hausdurchsuchung bei einem Matimex-Vertreter sorgte für Aufsehen, da bei dieser 21 Klingenwaffen und 240 Patronen vom Kaliber 7,62 mm gefunden wurden. Als dann ukrainische Steuerbehörden den Abschluss von Zollformalitäten für die inkriminierte Gewürzlieferung aus Österreich verweigerten, entstand zudem ein wirtschaftlicher Schaden für das Unternehmen.

Entsprechende Proteste im Sommer 2016 blieben allerdings erfolglos. Das ukrainische Botschafter in Wien, Aleksandr Scherba vermutete eine Behördenschikane seitens der Ukraine.

Premierminister Wladimir Grojman spricht Machtwort

Bei einem Ende August im ukrainischen Fernsehen live übertragenden Treffen mit Premierminister Wladimir Grojman (Wolodymyr Hrojsman) erklärte er, dass eine fragwürdige Entscheidung von Behörden die Arbeit eine Botschafters im Lauf eines ganzen Jahres zerstören könnten, ausländische Investoren ins Land zu holen.

Der Premierminister entgegnete, dass Feinde von Investoren auch seine Feinde seien und schritt offenbar zur Tat. Als Folge habe es laut dem Botschafter eine „Kopfwäsche für die involvierte Behörde“ gegeben. Am 26. Oktober 2016 stellte der SBU das Ermittlungsverfahren ein.

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